Saudi-Arabien und die Bombe
In der islamischen Welt erfreut sich vor allem ein Hobby großer Beliebtheit: Das Entwickeln von Atomwaffen.
Neben dem Iran verfolgt offenbar auch Saudi-Arabien ein geheimes Atomprogramm, berichtet zumindest das deutsche Polit-Magazin "Cicero" in seiner morgen erscheinenden April-Ausgabe.
Unter Berufung auf "westliche Sicherheitskreise" schreibt das Blatt, Riad habe nach dem Abzug eines Großteils der amerikanischen Truppen aus dem Wüstenkönigreich seine Bemühungen um eine nukleare Abschreckung insgeheim verstärkt.
Know-how aus Pakistan
Jeweils zur Hadsch nach Mekka in den Jahren 2003, 2004 und 2005 seien als Pilger getarnte pakistanische Atomwissenschaftler mit saudi-arabischen Herkules-Maschinen ins Land gebracht worden, ist weiter zu lesen.
Zwischen Oktober 2004 und Jänner 2005 "verschwanden" dem deutschen Terrorismus-Experten und "Cicero"-Autor Udo Ulfkotte zufolge mehrfach pakistanische Nuklearfachleute, die auf diesem Wege nach Saudi-Arabien eingereist waren, für fast drei Wochen aus ihren Hotelzimmern.
Pakistanisches Programm finanziert
Nach Erkenntnissen westlicher Geheimdienste hätten saudi-arabische Atomwissenschaftler in den neunziger Jahren im Irak und seit Mitte der neunziger Jahre auch in Pakistan gearbeitet.
Der führende US-amerikanische Militäranalytiker John Pike wird im Magazin mit den Worten zitiert: "Etwa die Hälfte der pakistanischen Nuklearwaffen hat saudische Codes, denn Saudi-Arabien hat schließlich das pakistanische Atomwaffenprogramm mitfinanziert."

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