Wednesday, March 01, 2006

MANIFESTO: Together facing the new totalitarianism

Zur Dokumentation: Manifest gegen den neuen Totalitarismus aus Jyllands Posten.

Edit: Wie ich gerade feststelle, gibt es eine deutsche Übersetzung bei politicallyincorrect. Ich habe deshalb die englische Originalversion durch die deutsche Übersetzung ersetzt.


MANIFESTO: Together facing the new totalitarianism

"Nach der Überwindung von Faschismus, Nationalsozialsmus und Stalinismus sieht die Welt jetzt einer neuen totalitären globalen Bedrohung ins Gesicht: dem Islamismus. Wir Schriftsteller, Journalisten, Intellektuelle rufen zum Widerstand gegen den religiösen Totalitarismus und zur Förderung der Freiheit, Chancengleichheit und des Laizismus für alle auf. Das, was vor kurzem nach der Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen in europäischen Zeitungen geschehen ist, hat die Notwendigkeit eines Kampfes um diese universellen Werte deutlich gemacht. Dieser Kampf wird nicht mit Waffen ausgetragen werden, sondern auf ideologischem Gebiet. Das, was wir gerade erleben, ist weder ein Zusammenprall der Kulturen noch ein Widerstreit von West und Ost, sondern ein globaler Kampf, in dem sich Demokraten und Theokraten gegenüberstehen. Wie jeder Totalitarismus wird der Islamismus durch Angst und Frustration genährt. Die Haßprediger setzen auf diese Gefühle um Bataillone zu bilden, die dazu bestimmt sind, eine freiheitsfeindliche und ungleiche Welt zu errichten. Wir aber stellen klar und entschlossen fest; nichts, auch nicht die Verzweiflung, rechtfertigt es, Obskurantismus, Totalitarismus und Hass zu wählen. Islamismus ist eine reaktionäre Ideologie, die wo immer vorhanden, Gleichheit, Freiheit und Säkularisierung beseitigt. Sein Erfolg kann nur zu einer Welt von Herrschaft führen: Herrschaft der Männer über die Frauen und die Herrschaft der Islamisten über alle anderen. Um dem entgegenzuwirken, müssen wir sicherstellen, daß unterdrückte oder diskriminierte Menschen ihre universellen Rechte erhalten. Wir weisen den kulturellen Relativismus zurück, der akzeptiert, daß Männer und Frauen der moslemischen Kulturen ihrer Rechte auf Gleichheit, Freiheit und säkularer Werte im Namen des Respekts für Kulturen und Traditionen entbehren müssen. Wir weigern uns - aus Angst, der Islamophobie bezichtigt werden zu könnten -, auf unseren kritischen Geist zu verzichten. Islamophobie ist ein unseliger Begriff, der Kritik am Islam als Religion mit einer Stigmatisierung seiner Gläubigen verwechselt. Wir plädieren für die allgemeine Meinungsfreiheit, damit ein kritischer Geist in allen Kontinenten zum Ausdruck gebracht werden kann, gegen jeden Mißbrauch und gegen alle Dogmen.Wir appellieren an die demokratischen und freien Gesinnungen aller Länder, damit unser Jahrhundert eines der Aufklärung und nicht des Obskurantismus wird."

12 signatures

Ayaan Hirsi Ali
Chahla Chafiq
Caroline Fourest
Bernard-Henri Lévy
Irshad Manji
Mehdi Mozaffari
Maryam Namazie
Taslima Nasreen
Salman Rushdie
Antoine Sfeir
Philippe Val
Ibn Warraq

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