Monday, March 20, 2006

Mal wieder: "Friedensdemo" mit antisemitischer Gewalt

Wie friedlich die Friedensbewegten sind, die dafür demonstrieren, man solle das iranische Atomregime doch lieber nicht angreifen, zeigt ein Vorfall auf einer "Antikriegsdemonstration" vor einigen Tagen. Dort griff der antisemitische Mob zwei Journalisten an, die für "Zionisten" gehalten wurden. Die Folgende Erklärung erreichte mich via Mail:

*Angriff auf Journalisten*
Am 18.03.2006 fand in Berlin eine Anti-Kriegs-Demonstration unter dem Motto: „Gegen Krieg und Besatzung im Irak - Neue Weltordnungskriege verhindern - Kein Angriff gegen Iran“ statt, bei dem zwei freie Journalisten angegriffen und verletzt wurden.

*Was geschah?*
Kurz nach Beginn der Demonstration wurde ein Journalist von einem Teilnehmer der Demonstration angesprochen und aufgefordert, das Fotografieren des Aufzuges zu unterlassen. Unbeeindruckt davon gingen sie weiter ihrer Tätigkeit nach bis sie von einer Person, die offenbar zu den Veranstaltern der Demo gehörte, ein zweites Mal angesprochen wurden. An der "Kirche am Südstern" befahl die Person den Fotografen ohne Begründung das einstellen Ihrer Tätigkeit. Nach der Weigerung der Beiden wurde er aggressiv und sogar handgreiflich. Schließlich entfernte er sich mit der Ankündigung, man könne auch zwangsweise entfernt werden.

Anders als zu erwarten suchte er jedoch nicht die Polizei auf, sondern rief eine Gruppe von ca. acht Jugendlichen zu sich, die sich nach kurzer Unterhaltung in Richtung der Fotografen bewegten. Die Jugendlichen, darunter auch jener, der die Fotografen zuerst angesprochen hatte, sind zur Gruppe „Revolutionäre Kommunisten“ (RK) zu zählen. Diese Organisation tritt ferner unter der Bezeichnung RIM (Revolutionäry Internationalist Movement) oder „World Peoples Resistance Movement“ (WPRM) auf und ist schon öfter durch Gewalttätigkeiten aufgefallen. Zuletzt haben Personen der RIM/RK 2004 auf dem Karneval der Kulturen zwei Menschen schwer verletzt, einen von ihnen mit einem Messer.

Um Schutz vor den RIM/RK-Schlägern zu suchen stellten sich die Journalisten vor ein Polizeifahrzeug. Die ca. 8 vermummten Personen liefen zu ihnen und beschimpften sie als Systempresse und Lügner. Mehrere der Angreifer griffen nach den Kameras und versuchten diese zu zerstören. Als dies nicht gelang schlugen sie zu, versetzten einem der Beiden einen Kopfstoß und verletzten ihn.

Einige Polizisten wurden auf die Situation aufmerksam und eilten den Journalisten zu Hilfe. Als die Angreifer die anrückenden Beamten wahrnahmen flüchteten sie Richtung Demo. Einige Polizisten nahmen die Verfolgung auf. Von Seiten der Angegriffenen wurde Strafantrag, gegen einen kurz nach dem Vorfall festgenommenen Schläger, gestellt.

Nach Aufnahme des Strafantrags wurden beide Journalisten am Ende der Demo wieder herausgelassen. Indes hatte sich die Festnahme zu einer größeren Angelegenheit entwickelt, da einige Demonstranten versuchten den Festgenommenen zu befreien. Als mehrere der Angreifer die beiden Journalisten abseits des Tumults wieder erkannten kam es wieder zu Beschimpfungen und Drohungen. Auf den Ruf eines der Angreifer, dass hier „Zionisten“ seien kamen ca. 50 weitere Demonstranten hinzu, umringten sie und einen Polizeiwagen und bespuckten bzw. traten nach den Fotografen. Um Schutz vor der gewalttätigen Menge zu suchen, begaben sie sich zurück ins Polizeifahrzeug, das die beiden nach einiger Zeit von der Demo wegbrachte.

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