Tuesday, March 07, 2006

Lafontaine wird gewlttätig

In Hollywood wurden des öfteren Filme gedreht, in denen Deutsche auftreten und sich in ihrer Muttersprache unterhalten. Scharfsinnig, wie das US-Amerikanische Kino nuneinmal ist, wird in solchen Momenten häufig nach Worten gesucht, in denen die deutsche Sprache sich originärer Identität spiegelt. In dem Film Dodgeball tritt beispielsweise David Hasselhoff vor das Blitzkrieg-Team und sagt: "Ihr Schweine!" Wie sehr diese Szene das Wesen der Deutschen trifft, hat vor kurzem Oskar Lafontaine bewiesen.

BERLIN. Der Vorsitzende der Links-Fraktion im Bundestag, Oskar Lafontaine, hat seine bei einem Wahlkampfauftritt benutzte deftige Wortwahl von der "Schweinebande" verteidigt. "Man muss auch manchmal die Sprache des Volkes sprechen", sagte Lafontaine gestern nach einer Sitzung des Fraktionsvorstands in Mannheim. Er bestätigte, dass er am Donnerstag gesagt hatte, die Bürger hätten zu Recht den Eindruck, dass "die ganze Bande im Bundestag, die da sitzt", alle in einen Sack gesteckt und geprügelt gehörten, weil der Richtige schon dabei sein werde. Wenn ältere Arbeitnehmer "enteignet" und die ältere Generation "verunsichert" werde, müsse es "Volksvertreter geben, die sagen, das ist alles nicht in Ordnung", rechtfertigte Lafontaine seinen Ausspruch.

Die Leipziger Volkszeitung hatte über diese Äußerung berichtet, die auf einer WASG-Wahlkampfveranstaltung im rheinland-pfälzischen Schöneberg-Kübelberg fiel. Die Zeitung widersprach gestern zugleich Lafontaine, der behauptet hatte, mit dem Ausdruck "Schweinebande" Unternehmen gemeint zu haben, die trotz exorbitanter Gewinne Personal entlassen. Die "Schweinebande" habe sich eindeutig auf die Bundestagsparteien bezogen, erklärte die Zeitung.

0 Comments:

Post a Comment

<< Home