Wednesday, February 22, 2006

Völker hört die Signale

In Italien zeigte ein kommunistischer Bürgermeister (siehe Foto), wie Israel in der Linken für gewöhnlich betrachtet wird: Es werden nicht die Juden, für alles Böse in der Welt verantwortlich gemacht, sondern der israelische Staat. Man redet nicht von Judenmord und "Endlösung", sondern von davon, dass man auf einen jüdischen Staat "gern verzichten" könne.

Der Präsident der Abgeordnetenkammer, Pier Ferdinando Casini, hat die Parteien angesichts der Parlamentswahlen am 9. April aufgefordert, Kandidaten mit extremistischen Ansichten aus den Wahllisten zu streichen. „Regierungskoalition und Opposition müssen einen Pakt gegen extreme Kräfte und Kandidaten schließen“, meinte Casini.

Der Kammerpräsident reagierte mit diesem Appell auf den umstrittenen Bürgermeister der Kleinstadt Marano bei Neapel, Mauro Bertini, der sich bei einer pro-palästinensischen Kundgebung am Wochenende in Rom kritisch über Israel geäußert hatte. „Der Staat Israel ist wie eine Faust in den Magen der Menschheit. Man könnte darauf gern verzichten“, sagte der kommunistische Brügermeister. Er versetzte seine Partei, die Italienischen Kommunisten, damit arg in Verlegenheit.

Der Bürgermeister wurde von der jüdischen Gemeinschaft in Italien scharf kritisiert. Der Präsident der jüdischen Gemeinschaft in Italien, Amos Luzzatto, forderte eine Entschuldigung. Auch Kammerpräsident Casini reagierte scharf. „Die Worte Bertinis sind skandalös. Ich entschuldige mich bei Israel für diese Aussagen“, sagte er.

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