Wednesday, February 22, 2006

Syrien, Iran und die Demokratie

Im Iran bekommt man es langsam mit der Angst zu tun. Nachdem heute die Gespräche mit England, Frankreich und Deutschland für beendet erklärt wurden, der Iran vielmehr mit individuellen Ländern verhandeln möchte, werden nun Vorbereitungen für den Ernsfall getroffen. Der iranische Parlamentssprecher Gholam Ali Haddad-Adel hat bereits eine 80 tägige Tournee durch Lateinamerika hinter sich, mit Aufenthalt in Cuba und Venezuela. Nun ist ein Treffen mit Syrien geplant. Es ist schon merkwürdig, wie die Schurkenstaaten zueinander finden.

Die Regierungen von Syrien und dem Iran haben für Mittwoch ein Treffen auf hoher Ebene in Damaskus einberufen, um das zu diskutieren, was für die "Offensive des Weißen Hauses" gegen die beiden Länder gehalten wird.[...]

Regierungsquellen zufolge war das Treffen nach den jüngsten Anschuldigungen von US-Staatssekretärin Condoleezza Rice und US Verteidigungsminister Donald Rumsfeld veranlasst worden [...]. Eine weitere Ursache für die Besorgnis der beiden Länder ist Washingtons Entscheidung, 5 Millionen Dollar an syrische Oppositionsgruppen zu zahlen und die Pläne des US-Kongresses ein 85-Millionen-Dollar-Paket zu bewilligen, um Demokratie im Iran fördern.

Gleichzeitig wird der Iran von Islamisten als Vorbild betrachtet. Darauf machte Benjamin Netanyahu gestern Aufmerksam, als er sagte, die Hamas wolle ein "zweites Iran" schaffen. Zumindest die atomaren Drohungen der Hamas, klingen sehr nach Ahmadinejad.
Allerdings braucht Netanjahu gar nicht erst bemüht werden. Im befreiten Afghanistan gibt es offenbar einige Spinner, die Schariah und Steinigung vermissen:


Der Vertreter des Obersten Rates für die Islamische Revolution im Irak, Seyyed Mohsen Hakim sagte[...][, er] kenne den Iran als das beste Beispiel für Demokratie im Mittleren Osten und hoffe dass die meisten regionalen Länder [...] Solidarität, Einigkeit und Demokratie vom Iran lernen würden.

1 Comments:

At 6:31 AM, Anonymous Anonymous said...

Iran ist genauso ein genauso wenig aggresives Land wie die Bundesrepublik Deutschland. Man soll nicht das Trauma der Iraner vergessen: 10 Jahre Kriege gegen den Irak , der damals von den USA aufgerüstet wurde.


www.vaterlandslose-gesellen.de

 

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