Thursday, February 09, 2006

Gute und schlechte Neuigkeiten aus Frankreich

Gute Neuigkeiten aus Frankreich:

Das französische Satireblatt «Charlie Hebdo» hat die zwölf dänischen Mohammed-Karikaturen nachgedruckt. Die Zeitung fügte eigene Karikaturen des Propheten hinzu. Die Auflage ist bereits ausverkauft.

Die linke Wochenpublikation hatte die Veröffentlichung zuvor gerichtlich durchgesetzt. Am Vortag wies ein Pariser Gericht eine Klage moslemischer Verbände ab, die darin Aufstachelung zum Rassen- und Religionshass sahen.

Als Titelbild veröffentlichte «Charlie Hebdo» eine eigene Karikatur. Sie zeigt unter der Überschrift «Mahomet débordé par les intégristes» (Mohammed überwältigt von den Fundamentalisten) den Propheten mit Turban. Mohammed schlägt die Hände vor den Kopf und knurrt mit zusammengebissenen Zähnen: «C'est dur d'être aimé par des cons» (Es ist hart, wenn man von Idioten geliebt wird).

Und schlechte Neuigkeiten aus Frankreich: Chirac erklärt sich abermals zum Dhimmi.

Frankreichs Präsident Jacques Chirac verurteilte die Karikaturen in «Charlis Hebdo» scharf: Damit würden die «Leidenschaften» gläubiger Muslime provoziert. «Es muss alles vermieden werden, was die Überzeugungen anderer, besonders die religiösen Überzeugungen, verletzen kann.»

«Die Meinungsfreiheit muss im Geiste der Verantwortung ausgeübt werden. Ich verurteile alle offensichtlichen Provokationen, die geeignet sind, gefährliche Leidenschaften zu entfachen», sagte Chirac im Kabinett.

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