Friday, February 10, 2006

Die Strategie der Hamas

The New Republic Online hat vor einigen Tagen einen brillianten Artikel die Strategie der Hamas veröffentlicht. Aufgrund meiner mangelnden Englischkenntnisse, vermag ich hier lediglich einen dürftig übersetzten Auszug zu präsentieren.

Der Vorsitzende des politischen Büros der Hamas, der in Damaskus lebende Khaled Mashal, und die Hauptsprecher der Bewegung in Gaza, Ismail Hanieh und Mahmoud Al Zahar, bestätigten schnell ihr Unvermögen gegenwärtige eine kompromisslose bewaffnete Konfrontation mit Israel einzugehen. Die logische Schlussfolgerung ist natürlich, dass sie es wünschen, Israel bekämpfen zu können -- und dass sie die palästinensische Gesellschaft letztendlich für einen Showdown vorbereiten und mobilisieren.

Bis auf weiteres bietet Hamas allerdings einen Waffenstillstand an, der die Grenzen vom Juni 1967 anerkennt [...].

Die Hamas präsentiert diese politische Vision, um ihren Weg zur Hegemonie zu ebenen. Sie muss israelische Ängste beruhigen -- und in der Tat erklärte Verteidigungsminister Shaul Mofaz dummerweise, dass sich Hamas "verantwortlich" verhalte -- und der Fatah versichern, dass eine Partnerschaft mit der Hamas nicht notwendig in eine Sackgasse oder zu mehr Blutvergießen führt. Und nicht zuletzt will Hamas den Europäern und den Vereinigten Staaten die Illusion des Fortschritts in Richtung Frieden anbieten, so dass sie ihre Hilfe für die Palästinensische Autonomiebehörde fortsetzen.

Um dieses Ziel zu erreichen hat die Hamas eine diplomatische Offensive in den lateinamerikanischen Staaten begonnen.

Seit ihrem Triumph in den [...] "Wahlen" in Palästina, hat die [...] Hamas wenig Zeit verschwendet, Kanäle zu sympathisierenden Staaten in der westlichen Hemisphäre zu öffnen [...][:] Venezuele, Bolivien, Argentinien und Brasilien.

Auch im Cartoon-Jihad gibt sie sich gemäßigt, um möglichen Sanktionen vorzubeugen.

Die radikal-islamische Hamas hat sich als Vermittler im Streit um die dänischen Mohammed-Karikaturen angeboten. Hamas-Führer Chaled Maschal verlangte vom Westen jedoch, dass er nicht mehr die Gefühle von Moslems verletze.

Maschal rief am Donnerstag in Damaskus zur Ruhe in dem Konflikt auf. Die Hamas sei "bereit, eine Rolle zu übernehmen bei dem Versuch, die Situation zwischen der islamischen Welt und den westlichen Ländern zu beruhigen", sagte Maschal vor Journalisten.

Gleichzeitig festigt die Hamas ihre Stellung in den palästinensischen Gebieten: Wie Debka berichtet, hat Abbas damit begonnen, Terroristen auf freien Fuß zu setzen.

Der Ministerpräsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Abu Mazen, [...] lässt unvermittelt 56 verurteilte Terroristen frei.

Unter den befreiten Männern [...] sind 26 Mitglieder des islamischen Jihad aus [...] Samaria, die 2005 Suicide-Bombings in Hadera, Natanya und Kfar Saba planten. Außerdem wurden 13 Mitglieder des PA Geheimdienstes [...] und 17 Mitglieder der PA Militärpolizei - alle nahmen an terroristischen Anschlägen teil.


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