Wednesday, February 15, 2006

"Die einzige Freiheit, auf welche sie [die Masse der Frommen] aus ist, ist die Freiheit zum Töten."

In der heutigen Ausgabe der Welt schreibt Wolfgang Sofsky über den "Mob der Frommen".

Über die Motive sind diverse Vermutungen in Umlauf. Von der Verletzung religiöser Gefühle, von Ablenkungsmanövern orientalischer Despotien und vom Treiben einer kleinen radikalen Minderheit ist die Rede. Gemeinsam ist diesen Deutungen der unbedingte Wille zur Verharmlosung. Eine Hetzmasse exekutiert nicht einfach die Befehle eines Präsidenten oder Schriftgelehrten. Diktaturen können Hunderttausende nur mobilisieren, weil die Bevölkerung selbst zum Angriff bereit ist. Immerhin wird die Armee der militanten Djihadisten weltweit auf rund sieben Millionen geschätzt.

Die Aktionen mögen ungeliebten Diktaturen zupaß kommen, aber die Wirkung eines historischen Ereignisses ist nicht dessen Ursache. Mitnichten ist die Menge auf demokratische Freiheiten aus und hat nur in der Aufregung eine westliche Botschaft mit dem heimischen Innenministerium verwechselt. Der Impuls, der sie antreibt, ist viel älter. Die Masse der Frommen will ihrer ungläubigen Todfeinde habhaft werden, will sie schächten und verbrennen. Sie hat den Westen insgesamt im Visier. Die einzige Freiheit, auf welche sie aus ist, ist die Freiheit zum Töten.

2 Comments:

At 1:37 PM, Anonymous Mustafa said...

"Der Islam, diese absurde Gotteslehre eines unmoralischen Beduinen, ist ein verwesender Kadaver, der unser Leben vergiftet." (Mustafa Kemal Atatürk)

 
At 12:07 PM, Anonymous Anonymous said...

Diese Aussage lässt atatürk in diesem moment die qualen des grabes spüren.

 

Post a Comment

<< Home