Friday, February 17, 2006

Bombenstimmung in Qom

Im Iran gibt es jede Menge religiöser Spinner. Ganz besonders viele davon befinden sich in der "heiligen" Stadt Qom. Damit möglichst viele von ihnen einer Beschäftigung nachgehen, und nicht einfach den ganzen Tag faul herumhängen und beten, wurden religiöse Schulen eingerichtet, von denen aus sie die islamische Republik mit Rat und Tat unterstützen.

Im Iran ist so einiges verboten und es werden ständig neue Rechtsgutachten verfasst. Weil - um Arbeitslosigkeit vorzubeugen - ständig neue Verbote hermüssen, kommt es mittlerweile manchmal vor, dass man sich in Qom damit auseinandersetzt, was die Scharia erlaubt. Besonders im atomaren Zeitalter hat dies zugenommen. Schliesslich müssen Atomwaffen legitimiert werden.

Wie der Stand der Dinge in Sachen Heiligung der Atombobe ist, kann man bei Memri nachlesen.


"Die religiöse Führung der Islamischen Republik [Iran], hat die Verwendung von Nuklearwaffen bis heute als etwas betrachtet, was der Scharia widerspricht [...]. Trotz des Umstandes, dass einige der älteren [Führer] der Islamischen Republik in den letzten Wochen versucht haben, den Druck, der [von den] radikalen [Konservativen] [ausgeübt wurde] zu reduzieren, scheinen die Radikalen dennoch komplette Kontrolle in der [politischen] Arena zu haben.

[...] gestern veröffentlichte die IraNews Nachrichtenagentur Aussagen von Mohsen Gharavian über die nukleare Frage. Gharavin ist ein Dozent an den religiösen Schulen Qoms und ein Schüler von [Ayatollah] Mesbah Yazdi. In seinen jüngsten Äußerungen sagte er zum ersten mal, dass die Verwendung von nuklearen Waffen für die Scharia kein Problem darstellen muss. Er sagte ausserdem, dass 'wenn die gesamte Welt mit Atomwaffen ausgerüstet ist, die Benutzung dieser Waffen als gegen-[Maßnahme] erlaubt ist. Der Scharia zufolge ist nur das Ziel entscheidend, für das sie verwendet werden.'"

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