Sunday, February 19, 2006

Antisemitischer Mord in Frankreich

Vor einigen Tagen Zeit hat der Blog Boker Tov, Boulder darüber berichtet, dass in Frankreich der 23 jähriger Jude Ilan Halimi (siehe Foto) entführt und ermordet wurde. Die Berichterstattung konzentrierte sich stark darauf, wie in den französischen Medien der antisemitische Charakter des Mordes unterdrückt wurde. Mir wollte es damals nicht gelingen, genau zu verstehen was in Frankreich vor sich gegangen war.
Nun hat der antisemitische Mord seinen Weg in die Mainstreammedien gefunden und die Informationen sind reichlich vorhanden. Dass die französischen Behörden nach wie vor versuchen, den antisemitischen Charakter des Mordes unter den Teppich zu kehren, war zu erwarten.


Die französische Polizei nahm 13 Personen fest, die verdächtigt werden, den 23-Jährigen Juden Ilan Halimi aus Paris gekidnappt, gefoltert und ermordet zu haben.

Halimi wurde am Montag gefunden, an einen Baum gefesselt, nackt und verwundet, am ganzen Körper mit Brandwunden bedeckt. Er starb auf dem Weg ins Krankenhaus.

Vertreter der Polizei sagten, dass Entführung und Mord wahrscheinlich nicht antisemitisch motiviert seien, aber ergänzten, dass sie bis jetzt noch nicht herausgefunden haben, was die Gruppe dazu bewegte, die Tat zu begehen.

Trotz der Zweifel der Polizei glaubt Halimis Familie, dass die Tat von Antisemitismus motiviert war.

"Wir glauben, es gibt Antisemitismus in diesem Fall", sagte Rafi, Ilans Schwager der europäischen Jewish Press. "Erstens, weil die Mörder versucht haben, mindestens zwei andere Juden zu entführen und zweitens, wegen dem, was sie am Telefon sagten."

"Als wir sagten, dass wir keine 500.000 Euro haben, die wir ihnen geben könnten, antworteten sie, wir sollten in die Synagoge gehen und sie holen", hob Rafi hervor.

"Sie zitierten außerdem Verse aus dem Koran. Wir wussten nicht, was sie erzählten, aber die Polizei sagte es uns", erklärte er.

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